Informationen für Eltern und Fachkräfte zum Übergang von der Schule in den Beruf: Broschüren über vorhandene Angebote

Im Bereich der beruflichen Orientierung und des Übergangs von der Schule in den Beruf gibt es viele Möglichkeiten, was die Beratung, Orientierung, Unterstützung und Weiterbildung angeht. Um Klarheit in die vorhandenen Angebote zu bringen, veröffentlicht die Kommunale Koordinierungsstelle im Übergang Schule – Beruf (KoKo) regelmäßig Broschüren für die jeweiligen Zielgruppen:

Für Eltern wurde nun wieder die Elternbroschüre „Schule – und dann?“ auf den neusten Stand gebracht. Aufgeführt werden Beratungsangebote, Ausbildungsmessen und Angebote für spezielle Zielgruppen wie z. B. Jugendliche mit Behinderungen. Wie üblich wurde die Broschüre in die Sprachen Arabisch, Bulgarisch, Rumänisch, Russisch und Türkisch übersetzt, um mit den Halbjahreszeugnissen an alle Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse verteilt zu werden.

Die Broschüre „Angebote im Übergang Schule – Beruf im Kreis Warendorf“ richtet sich an interessierte Lehrkräfte, StuBos sowie weitere Fachkräfte aus dem Bereich Übergang Schule-Beruf. Sie enthält neben Beratungs- und Orientierungsmöglichkeiten auch ausführliche Informationen zu Ausbildungsvorbereitung und -begleitung, zu schulischen Angeboten im Übergang, zu Angeboten für zugewanderte Jugendliche und zu Freiwilligendiensten.

Beide Broschüren können auf der Homepage der KoKo unter www.kreis-warendorf.de/kommunale-koordinierung heruntergeladen werden. Für Fragen steht die KoKo unter koko@kreis-warendorf.de oder 02581 53 4050 zur Verfügung.

 

 

Berufsfelderkundungen (BFE) als Möglichkeit der Nachwuchsgewinnung: So können Unternehmen und Betriebe den Tag optimal nutzen

Viele Unternehmen und Betriebe kennen und nutzen mittlerweile die Berufsfelderkundungstage (BFE-Tage): dabei lernen Schülerinnen und Schüler in Klasse 8 an drei Tagen jeweils ein Berufsfeld kennen, bekommen erste Eindrücke vom Arbeitsleben, um so eine gute Berufswahlentscheidung treffen zu können. Und diese BfE Tage bieten auch den Betrieben einige Vorteile – vor allem in Zeiten von Fachkräftemangel! Mit wenig Aufwand können sie sich selbst und die möglichen Ausbildungsberufe vorstellen. Gleichzeitig besteht die Chance, junge Menschen schon frühzeitig für ein späteres Praktikum oder sogar eine Ausbildung kennenzulernen. Auf diese Weise wissen die Betriebe und Jugendlichen bereits vor dem Vertragsabschluss, ob sie zusammenpassen - und Ausbildungsabbrüche können reduziert werden.

Was sollte bei der Gestaltung der Berufsfelderkundungen beachtet werden, damit der Tag erfolgreich wird? Was sind sogenannte Gelingensfaktoren?

In der Regel startet der BFE-Tag mit einem Einblick in den Betrieb: In einem kurzen Rundgang besichtigen die Schülerinnen und Schüler die Betriebsbereiche: Büros, Ladenlokale, Werkstätten, Lagerhallen. Dabei bekommen sie einen Eindruck von der Größe des Betriebs, einigen Arbeitsabläufen und der Arbeitsatmosphäre. Während des Rundgangs und/ oder in einem nachfolgenden Gespräch können nähere Informationen über den Betrieb, Ausbildungs- und Verdienstmöglichkeiten und Weiterbildungen erläutert werden. Wichtig dabei ist es, wenige Fachbegriffe zu verwenden und diese dann zu erklären.

Jugendlichen ist dabei ein realistischer Einblick sehr wichtig. Um ein Gefühl für die beruflichen Tätigkeiten zu bekommen, ist es hilfreich, kleine praktische Aufgaben anzubieten, die typisch für den Arbeitsalltag sind.

Als Orientierung zur Länge des Tages dient ein Schultag, ca. 6 Stunden. Insgesamt sollte der Tag nicht zu vollgepackt werden und Raum für Fragen lassen. Ideal ist es, wenn für die Betreuung ein Azubi oder ein jüngerer Mitarbeiter eingeplant wird. So haben die Jugendlichen einen Ansprechpartner auf Augenhöhe und miteinander ins Gespräch zu kommen fällt oft leichter. Und wenn erstmal einmal ein BfE-Durchgang gut gelaufen ist, kann das Konzept ohne viel Aufwand wiederholt für BFE-Tage angewendet werden.

Für weitere Anregungen rund um die Gestaltung der BFE-Tage stehen die Wirtschaftskammern und die Kommunale Koordinierungsstelle zur Verfügung.

Der einfachste Weg, BFE-Plätze anzubieten und auf sich aufmerksam zu machen, ist die Nutzung des BFE-Angebotsportals. Unter www.kreis-warendorf.bfe-nrw.de können sich Betriebe registrieren und mit wenigen Klicks die wichtigsten Informationen hinterlegen.

Berufsfelderkundungen sind Teil des NRW-Landesprogramms „KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss“, das mit Mitteln des Landes und der EU gefördert wird. Auskunft erteilt die Kommunale Koordinierungsstelle unter koko@kreis-warendorf.de oder 02581 53 4050.